Nachtrag zur Dispokinesis

Ein Freund von mir hat meinen Artikel über die Dispokinesis gelesen und festgestellt: Hört sich irgendwie esoterisch an. Damit war für ihn das Thema erledigt. Hmmmh!

Jetzt nachdem für mich ein paar Tage seit dem Seminar verstrichen sind, ist es für mich etwas greifbarer:

Es hat alles nur zu tun mit dem richtigen Halt, einem Muskel, der laut Wikipedia vernachlässigbar ist, der Musculus Pyramidalis, und Achtsamkeit. Aufgrund von bestimmten Übungen, den Urgestalten, ändert sich das Körpergefühl. Man lernt, dass der Rücken nicht mehr verspannt, wenn er fehlenden Halt, z.B. beim Stehen, nicht mehr ausgleichen muß. Ich stehe seitdem vorrangig auf dem Mittel- und dem Vorfuß (das war übrigens sofort nach den ersten Übungen der Fall) und meine Waden übernehmen damit die Hauptaufgabe, die Stabilität zu sichern. Die Oberschenkel werden damit entlastet. Wenn ich den Pyramidalis zusätzlich noch einsetze,  kippt das Becken nach vorn und das Hohlkreuz verschwindet, die Beschwerden im unteren Rücken  auch. Außerdem fühlt man sich nicht so massig, so schwer. Müßt ihr unbedingt mal ausprobieren! Fühlt sich toll an! 🙂

Beim Laufen ist das jetzt ähnlich: Ohne Schuhe laufe ich mehr auf dem Vorfuß als auf der Ferse. Der Schritt ist leichter, wie bei einer Ballerina. Gelekschonender. Sagt zumindest mein Hüftgelenk 🙂 . Mit Schuhen geht das nicht ganz so, aber auch da hat sich mein Laufstil etwas verädert.

Das Sitzen, naja, ich sitze meistens noch zu krumm. Aber, wenn ich meine meine Füße dahin bringe, Halt auf dem Boden zu finden und mein Pyramidalis und damit auch der Rest der unteren Bauchmuskulatur zum Einsatz kommt, sitze ich gerade und die Schultern sind frei, damit ich z.B. ohne Probleme diesen Artikel schreibe. Und falls die Füße mal in der Luft baumeln, muss der Muskel halt etwas mehr Arbeit machen. Im Grunde sorgt er dafür, die richtige Körperspannung aufzubauen und damit müssen die Bauchmuskeln und auch die Beckenmuskulatur richtig ran.

Meine Achtsamkeit setze ich ein, um festzustellen, dass es unangenehm ist, auf der Ferse zu stehen und ein Hohlkreuz zu machen. Dann korrigiere ich meine Haltung. Auch beim Sitzen und beim Laufen wird jetzt nachkorrigiert.

Wenn ihr noch mehr darüber wissen wollt, empfehle ich, Karoline Renner zu fragen. Sie war mir eine tolle Trainerin und gibt bestimmt gerne Auskunft.

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